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Wenn im Juni 2002 der MGV Eintracht Birkenau ein großes Sängerfest und ein Volksfest im Birkenauer Schlosspark feiert, kann der Verein auf sein 150 jähriges Bestehen zurückblicken. Das Datum entspricht allerdings nicht ganz den historischen Ereignissen, die zur Gründung dieses ältesten noch existierenden Birkenauer Vereins führten.
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Obwohl keine schriftlichen Unterlagen vorhanden sind, kann die eigentliche Wurzel der Eintracht bis in das Jahr 1842 zurückverfolgt werden, als sich an Sommerabenden eine Anzahl junger Männer unter der Linde am Gemeindebrunnen in der Kirchgasse zusammenfanden und fröhliche Weisen sangen. Auf Anregung des damaligen Lehrers Kilian fand 1842 auch die erste Singstunde in der Wirtschaft „Zur Krone" statt, zu welcher sich 12 Sänger einfanden. Wohl aufgrund der vorrevolutionären Situation um 1846, die auch Nordbaden und Hessen-Darmstadt erreichte und der allgemeinen Teuerung, stellte der junge Verein seine Tätigkeit ein und wurde erst 1852, nach insgesamt sechsjähriger Unterbrechung, wieder neu gegründet. Da der Verein seither (abgesehen von kriegsbedingten Unterbrechungen) kontinuierlich fortbesteht, wird daher 1852 als Gründungsjahr angesehen. Die Vereinsgründung fällt mithin in eine politisch und wirtschaftlich sehr bewegte Zeit. Die Suche nach einem einheitlichen Deutschen Nationalstaat und die insbesondere in Städten fortschreitende Verelendung aufgrund der Mechanisierung führten in vielerlei Hinsicht zu nachhaltigen Veränderungen der Lebensbedingungen. Für den jungen Gesangverein Eintracht Birkenau kann diese Zeit von 1852 bis 1870 allerdings als sehr glückliche Phase angesehen werden, denn unter Leitung von Lehrer Ackermann als Dirigent (er leitete den Chor insgesamt 28 Jahre) brachte es der Verein zu hohem Ansehen, das mit einer Fahnenweihe am 26. Juni 1870 seinen vorläufigen Höhepunkt erfahren
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sollte. Das Fest, das 23 Tage vor Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges stattfand, stand allerdings unter einem ungünstigen Stern. So entstand dem Verein durch schlechte Witterung ein großer Schaden, der dazu führte, dass 60 der damals 86 Mitglieder aus dem Verein austraten, um den anteiligen Schulden zu entgehen. Die Getreuen des MGV unter Vorsitz von Peter Jung hielten allerdings an dem Verein fest und schafften die Grundlage dafür, dass sich die Vereinssituation nach und nach wieder verbesserte und der Chor schon wenige Jahre später wieder zu einem Mittelpunkt des gesellig-kulturellen Lebens in Birkenau wurde.
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Bereits in den 70er Jahren des Neunzehnten Jahrhunderts gehörte der Verein dem Odenwälder Sängerbund an und besuchte als Mitgliedsverein auch das Bundesfest 1880 in Bad König im Odenwald. Die Chorproben fanden zu dieser Zeit im Lokal „Zum Grünen Laub" und ab 1887 im „Batt. Insgesamt ist für die Zeit von 1880 bis zum Kriegsausbruch 1914 eine stete Aufwärtstendenz des Vereins zu verzeichnen, der sich auch in dieser Zeit schon ersten Chorwettbewerben stellte. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges führte auch in Birkenau und bei der Eintracht zu schwerwiegenden Veränderungen. Da zahlreiche Sänger zum Kriegsdienst einberufen wurden, kam das Vereinsleben bis zum Jahre 1919 praktisch zum Erliegen. Erst am 20. Februar 1919 konnte der Verein wieder Aktivitäten entwickeln. Der Chor siedelte zu dieser Zeit in das Bernhardsche Lokal (das spätere Birkenauer Tal) über und sollte dort sein Domizil bis zum Jahre 1981 behalten.
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Die Ära von Dirigent Franz Kuhn
Eine wichtige personelle Veränderung in der musikalischen Leitung des Vereins ist für das Jahr 1920 zu verzeichnen. In diesem Jahr übernahm der spätere Birkenauer Rektor Franz Kuhn den Dirigentenstab
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Die nachfolgende Aufwärtsentwicklung des Vereins ist in starkem Maße mit dem Wirken von Franz Kuhn verbunden, der dem Verein bis zum Jahre 1957 als musikalischer Leiter vorstand. Kuhn führte den Verein systematisch an das damals verfügbare Spektrum der Chorliteratur heran. Neben der musikalischen Aufwärtsentwicklung ist für die 37 Jahre der Dirigententätigkeit von Franz Kuhn auch eine stetige Entwicklung der Sängerzahl zu verzeichnen, die im Jahre 1952, also zum 100jährigen Bestehen, die stolze Anzahl von 113 Aktiven aufwies. Schon in den 20er Jahren wurden die Wertungssingen des Sängerkreises besucht und auch selbst Konzerte veranstaltet, die das Leistungsniveau des Vereins nachdrücklich unter Beweis stellten. Die Mitgliedschaft war zu dieser Zeit allerdings nicht billig. So betrug 1923 der vierteljährige Vereinsbeitrag (inflationsbedingte) zehn Millionen Mark. Die Dirigentenvergütung kletterte in dieser Phase gar auf 315 Millionen. Als besonderer Höhepunkt der Zeit vor 1939 kann das 75jährige Jubiläum des Vereins vom 18. bis 20. Juni 1927 angesehen werden, das der Verein einem Wertungssingen des Kreises Bergstraße verband und mit
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das in harmonischer Weise verlief. Für den Verein war dieses Fest im Gegensatz zur Fahnenweihe 1870 als voller Erfolg zu verzeichnen. Ein weiteres herausragendes Ereignis war eine Rheinfahrt im Jahre 1930, an der die heute unglaublich wirkende Zahl von insgesamt 967 Personen teilnahm. Die positive Entwicklung des Vereins wurde mit Beginn des Zweiten Weltkrieges unterbrochen. Zwar konnten auch nach Kriegsbeginn zunächst noch Singstunden abgehalten werden. Da nach und nach aber immer mehr Vereinsmitglieder zur Wehrmacht einberufen wurden, kam das Vereinsleben im Frühjahr 1943 zum Erliegen.
Schwieriger Wiederbeginn
Nach Kriegsende war die Vereinstätigkeit des MGV zunächst von den Siegermächten verboten. Es ist den damaligen Mitgliedern Georg Otterbach und Johann Krauße wesentlich zu verdanken, dass auf deren Initiative hin am 3. Mai 1947 von den Militärbehörden die Genehmigung erlangt wurde, dass die Vereinstätigkeit nach vierjähriger Unterbrechung wieder aufgenommen werden konnte. Vorübergehend musste der Verein aber die Bezeichnung Männergesangverein 1947 Birkenau führen.
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Nach dem schwierigen Wiederbeginn entschloss sich die Eintracht unter Führung von Georg Otterbach das l00 jährige Bestehen des Vereins im Jahre 1952 gebührend zu feiern. Diese Entscheidung war sicherlich ein Wagnis angesichts der damaligen wirtschaftlichen Situation. Dessen ungeachtet scheuten die Aktiven keine Mühen, um das anstehende Fest zu einem nachhaltigen Erlebnis werden zu lassen. Die Wasserspiele im Teich des Schlossgartens, die eigens zur Festveranstaltung installiert wurden und die später von Freiherr Wambolt v. Umstadt übernommen wurden, legen noch heute Zeugnis über die Pracht der damaligen Festausgestaltung ab Heinrich Wilhelm, der in der Festschrift zum 110-jährigen Jubiläum des Vereins den damalige Festverlauf
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Das 100 jährige Jubiläum 1952 wurde u.a. mit einem grossen Festzug durch Birkenau gefeiert.
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Fritz Geiß neuer Chorleiter
Einen bedeutsamen Wechsel brachte das Jahr 1957 für den Verein, als Rektor Franz Kuhn nach 37jährigem Wirken den Dirigentenstab aus gesundheitlichen Gründen niederlegte. Bei der Verpflichtung des Nachfolgers von Ehrenchorleiter Kuhn bewiesen die Verantwortlichen um Georg Otterbach eine überaus glückliche Hand, als sie die musikalische Verantwortung des Vereins in die Hände des gerade 23 jährigen Fritz Geiß legten. Die Entscheidung für Fritz Geiß war richtungsweisend für den Verein und schuf das Fundament dafür, dass der Chor, aufbauend auf das große musikalische Können seines Dirigenten zu den leistungsstarken Männerchören des reisgebietes heranwachsen konnte. Zahlreiche Erfolge - auch überregional, beispielsweise bei Bundesleistungssingen, - bis hin zu Rundfunkaufnahmen - kennzeichneten den großen Wirkungskreis des Vereins unter der Führung von Fritz Geiß. Die aufgeführte Chorliteratur zeigte ein breites Spektrum, das sowohl traditionelles Liedgut wie auch anspruchsvolle Chöre bis hin zur 12-Ton-Musik eines Paul Hindemith umfasste.
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Kurt Brehm übernimmt Vorsitz
Kommen wir jedoch zurück zum Jahr 1961. Hier war zur Generalversammlung am 15. Januar ein weiterer bedeutsamer
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Wechsel in der Vereinsführung zu verzeichnen. Georg Otterbach legte nach 25jähriger Tätigkeit als l. Vorsitzender sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Als sein Nachfolger wurde der bisherige 2. Vorsitzende Kurt Brehm gewählt und Otterbach gleichzeitig zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Kurt Brehm stand in der Folgezeit dem Verein ebenfalls 25 Jahre vor. In dieser Zeit wurden zahlreiche zentrale Zukunftsentscheidungen getroffen, die neben dem musikalischen Fundament wesentlich mit dazu beitrugen, den Verein zielsicher gegen die immer stärker aufkommende „Freizeitkonkurrenz" von Hobbyvereinen im Bestand zu erhalten. Als Beispiel sei hier nur die Entscheidung zum Umbau des ehemaligen Schulpavillons in einen Sängerpavillon an der Tuchbleiche im Jahre 1980 angeführt, ohne die der Verein heute sicherlich vor großen existentiellen Problemen stehen würde. Die erste Bewährungsprobe für den neuen Ersten Vorsitzenden stand allerdings schon im Jahre 1962 an, als der Verein im Schlossgarten sein 110jähriges Bestehen feierte, eine Probe, die der Vorsitzende wie der Verein trotz schlechten Wetters in der Zeit vom 2. bis 4. Juni glänzend bestand.
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Eine wichtige Entscheidung trafen die Mitglieder der Eintracht auf der Generalversammlung im Januar 1963. Nachdem der Verein lange Jahre dem Sängerkreis Bergstraße angehört hatte, wurde der Wechsel zum Sängerkreis Weschnitztal-Überwald beschlossen. Diese Entscheidung hat sich bis heute nachhaltig bewährt und mit dazu beigetragen, dass der Verein heute viele freundschaftliche Kontakte zu Vereinen im vorderen Odenwald unterhält.1963 hieß es Abschied nehmen von einer schon traditionellen Veranstaltung des MGV, den Schlossgartenfesten. Bedingt durch die ansteigenden Kosten für Zelt und das Unterhaltungsprogramm entschloss sich der Verein, die Feste ab dem Jahre 1964 nicht mehdurchzuführen. Heute prägen statt dessen zahlreiche kleinere Veranstaltungen das Vereinsleben, wobei im- Juni eines jeden Jahres das MGV-Grillfest und seit 1999 das Scheuerfest bei Liesel Krauße, zumindest etwas an die Tradition der sommerlichen Feste erinnert. Fleißig waren die Sänger der Eintracht was den Besuch von - auch überregionalen - Sängerfesten angeht. Wichtige Ereignisse waren hier die Teilnahme an den österreichischen Bundessängerfesten in Salzburg (1963) und Wien (1971), die nachhaltigen Einfluss auf das chormusikalische Wirken des Vereins hatten.
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Auch früher schon wurde der Vatertag zünftig gefeiert. Eine Aufnahme aus dem Jahre 1961
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Teilnahme am Bundeschorkonzert
Das herausragende musikalische Ereignis der 70er Jahre war die erstmalige und zugleich überaus erfolgreiche Teilnahme der Eintracht am Bundeschorkonzert in der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst am 14. Oktober 1973. Vorausgegangen war dieser Renommierveranstaltung des Deutschen Sängerbundes eine Qualifikation über das Wertungssingen der Kreisgruppe und beim Bundesleistungssingen am 25. November 72 in Bad Vilbel. Bei dem Bundeschorkonzert, das auch vom Hessischen Rundfunk übertragen wurde, bildete die Eintracht zusammen mit der SKG Ober-Mumbach einen gemeinsamen Chor unter Leitung von Dirigent Fritz Geiß. Zum Vortrag kam das Chorwerk „Blühendes Land" von Bernhard Weber unter Klavierbegleitung von Heinrich Lang aus Heidelberg. Wie sehr die Eintracht zusammen mit den Ober-Mumbacher Sängern bei dieser exklusiven Veranstaltung zu beeindrucken wusste, zeigte eine anschließende Einladung durch den Hessischen Rundfunk für beide Vereine zu einem eigenen Rundfunkkonzert. Die Aufnahmen fanden am 16. März 1974 im großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks statt. Die halbstündige Sendung, in deren Mittelpunkt Werke von Bernhard Weber standen, wurde seither mehrfach wiederholt und kann als wichtiger Meilenstein im Wirken von Fritz Geiß angesehen werden
125 jährigesJubiläum 1977
Absoluter Vereinshöhepunkt der siebziger Jahre war die Ausrichtung des 125jährigen Jubiläums vom 18. bis 20. Juni 1977
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auf dem heutigen Platz La Rochefoucauld. Unter Schirmherrschaft von Baron Lanzo Freiherr Wambolt von Umstadt und unter der Festpräsidentschaft von Bürgermeister Willi Flemming beteiligten sich 21 Vereine am Freundschaftssingen, und 47 Vereine nahmen an dem im Festzelt und im Vereinshaus durchgeführten Punktwertungs- und Prädikatssingen teil, das mit Erfolgen für MGV Altneudorf, Volkschor Birkenau und MGV Worms-Hochheim endete. Vorausgegangen war diesem Sängerwettstreit am 10. Juni ein Festkommers in der Südhessenhalle in Reisen, bei dem neben zahlreichen Ehrungen auch die neue Vereinsfahne geweiht wurde. Dem Festkommers folgte am 18. Juni ein Unterhaltungsabend unter Mitwirkung von Heinz Schenk, ehe am Montag ein bunter Festausklang den Abschluss dieses gelungenen Sängerfestes bildete.
Die Ausrichtung dieser Großveranstaltung, an deren Gelingen nicht nur 65 aktive Sänger, sondern auch viele fördernde Mitglieder der Eintracht beteiligt waren, gab viele wichtige Impulse für das Vereinsleben in den folgenden Jahren.
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Die achtziger Jahre
Ein wichtiges Datum für den Verein war der 13. Juli 1980, als der damalige Vorsitzende Kurt Brehm gemeinsam mit Bürgermeister Flemming den Pachtvertrag für den Sängerpavillon an der Tuchbleiche schloss. Nachdem der Verein seit 1919 im Birkenauer Tal seine Chorproben abhielt, musste der Verein 1980 wegen Schließung des Lokals eine neue Unterkunft suchen. Der für die Vereinszwecke nötige Umbau des ehemaligen Schulpavillons wurde in zwei Schritten vollzogen.
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Zum einen begann schon bald nach Vertragsunterzeichnung die provisorische Umgestaltung des bestehenden Gebäudes, ehe am 22. August 1981 mit den Arbeiten zu einem Anbau begonnen wurde. Bei diesen Maßnahmen, die dem Verein bis heute einen optimalen Rahmen für die Vereinsaktivitäten bieten, haben zahlreiche Mitglieder zum Gelingen beigetragen, wobei insbesondere das Engagement von Karl Klein einer besonderen Würdigung bedarf. Ein schönes musikalisches Ereignis war ein l. Klassenpreis beim Punktwertungssingen in Löhrbach 1982 und der Konzertliederabend im selben Jahr, in dessen Rahmen Dirigent Fritz GeiErfolgreich
begann auch das Jahr 1983 mit einer Tagesbestleistung beim Kreiswertungssingen in Zotzenbach. Im gleichen Jahr nahm der Chor am Bundessängerfest in Hamburg in der Zeit vom 16. bis 19. Juni teil. Weniger erfolgreich verlief dagegen das Jahr 1984, als der Verein beim Bundesleistungssingen in Bensheim nur mit einer mäßigen Wertung die Heimreise antreten mussteß für sein 25-jähriges Wirken bei der Birkenauer Eintracht eine besondere Ehrung erfahren durfte.
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Landesehrenbrief für Kurt Brehm
Ein markantes Datum stellte der Januar 1986 dar, als der Vorsitzende des Vereins, Kurt Brehm, nach 25jährigem, aufopferungsvollem Wirken das Amt des 1. Vor- sitzenden einem jüngeren Mitglied in die Hände legte. Zuvor wurde Kurt Brehm eine bedeutende Ehrung zuteil, als er im Rahmen einer Feierstunde im Pavillon am 10. l. 1986 den Landesehrenbrief für seine großen Verdienste um die Chorarbeit aus den Händen von Landrat Kaßmann entgegennehmen konnte. Für den Verein würdigte der langjährige Schriftführer Alfred Hochheimer das Wirken von Kurt Brehm für die Eintracht.
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Die Generalversammlung 1986 unterstrich die Verdienste Brehms durch die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden. Im gleichen Jahr wurden am 10. Dezember mit Alfred Hochheimer und Richard Schork zwei Wegbegleiter von Kurt Brehm ebenfalls mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet. Mit italienischen Begriffen eines „Rossiniana" wusste in dieser Zeit der Chor des MGV zu überzeugen, wie auch die Sportler des TSV Birkenau bei deren 100-Jahrfeier am 18. Oktober 1986 bemerken konnten. Konzertliederabende, so zum 30jährigen Dirigentenjubiläum von Fritz Geiß 1987, Konzertsingen in Merklingen, „Auf de schwäbsche Eisebahne'' bei bunten Abenden, Familienausflüge in den Bayrischen Wald, ins Jagsttal, nach Ischgl oder nach Flachau; ein großes Konzert 1989 unter Mitwirkung des Hornquartetts des Nationaltheaters Mannheim; erfolgreiche Teilnahmen bei Preissingen, wie 1990 in Unter-Abtsteinach, bis hin zu Strategietagungen des geschäftsführenden Vorstandes zur Vereinspolitik für die 90er Jahre prägten neben zahlreichen geselligen Veranstaltungen das Vereinsleben des MGV Eintracht Birkenau in dieser Zeit. Besonders erwähnenswert in dieser Zeit ist auch die nicht alltägliche Ehrung durch den Deutschen Sängerbund für 65- jährige aktive Sängertätigkeit, die Peter Kadel X. 1991 zuteil wurde
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140 Jahre MGV Eintracht im Jahre 1992
Den Verein als wichtigen Kulturträger unserer Gemeinde zu präsentieren, das breite Aktivitätsspektrum des Vereins aufzuzeigen und den Menschen ein paar fröhliche Stunden bei und mit der Eintracht zu geben, dies war das Ziel und der Jahreshöhepunkt vom 26. bis 28. Juni 1992 auf dem Platz La Rochefoucauld aus Anlass des 140 jährigen Bestehens der Eintracht im Mittelpunkt dieses Festes standen die
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Freunde der Eintracht, die in einem Volksfest das nicht alltägliche Jubiläum mit der Eintracht feierten. Da 1992 kein „runder“ Geburtstag anstand, wurde bewusst kein traditionelles Sängerfest veranstaltet. Stattdessen wurde 3 Tage mit dem Verein bei herrlichem Wetter in und um das Festzelt gefeiert. Das Fest fand damit sehr guten Anklang in der Bevölkerung. Zusammen mit den Festtagen der Eintracht konnte Dirigent Fritz Geiß sein 40 jähriges Chorleiterjubiläum feiern, das mit einer Urkunde durch den Deutschen Sängerbund gewürdigt wurde. Der Verein stand zu dieser Zeit unter der Führung von Gerd Kretschmer, der 1986 das schwierige Amt des 1. Vorsitzenden von Kurt Brehm übernommen hatte und wies 55 Aktive in den vier Stimmen eines traditionellen Männerchores auf.
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Interessant war auch, dass 1992 nicht nur der Verein 140 Jahre bestand, sondern auch die Theaterabteilung auf ein 70jähriges Wirken zurückblicken konnte. Wenn im Jubiläumsjahr 2002 damit das 80jährige Jubiläum der Theatergruppe zu feiern ist, so ist dies insbesondere mit den Namen Reinhold Becker (1999 geehrt für 30 Jahre Regie) sowie Herta Stein und Fritz Kadel für über 25 bzw. 3o maliges Mitwirken bei den Aufführungen verbunden. Einen bedeutenden Einschnitt brachte das Jahr 1993, als Fritz Geiß nach 36jähriger überaus erfolgreicher Chorleitertätigkeit bei der Eintracht sein Amt niederlegte. Ihm folgte im Juli 1993 Oliver Schmidt, der dieses Amt bis zum Sommer 1997 ausfüllte, ehe er berufsbedingt die Aufgabe wieder abgeben musste. Der Wechsel des Dirigenten fiel in eine insgesamt recht schwierige Zeit, galt es doch für die Verantwortlichen nach Wegen zu suchen, um Nachwuchs zu rekrutieren und damit den Fortbestand der Eintracht zu sichern. 1995 übernahm Peter Söhnlein den Vorsitz des Vereins von Gerd Kretschmer. Im gleichen Jahr wurde auch mit dem MGV-Info die Informationspolitik des Vereins zu seinen Mitgliedern verbessert. Söhnlein bekleidet seither mit viel Umsicht das Amt des 1. Vorsitzenden und führt den Verein in sein Jubiläumsjahr 2002 als Vorsitzender des Organisationsausschusses. Kommen wir aber zurück in die ausgehenden 90iger Jahre. Hier gilt es besonders 1997 zu erwähnen, als der Verein mit Oliver Schmidt (bis Juni), Walter Muth (bis Oktober) und Frank Ewald (ab November) 3 hauptamtliche Dirigenten aufweisen konnte. Hinzu kam Uli Rauch, der zwischenzeitlich seinen Eintracht-Sängern half, die Zeit bis zur Verpflichtung eines neuen Dirigenten zu überbrücken. Trotz dieser Schwierigkeiten des Jahres 1997, in dem sich der Verein auch eine neue Vereinssatzung und Ehrenordnung gab, sind die Sänger der Eintracht heute stolz, mit Frank Ewald einen begabten und engagierten jungen Chorleiter in ihren Reihen zu wissen. Mit Frank Ewald verbinden sich seither zahlreiche musikalische Erfolge des Vereins, wie bspw. ein 1. Platz in Trösel 1998, hervorragende Bewertungen beim Kreiswertungssingen in Unter-Schönmattenwag oder die sehr positive Resonanz des MGV-Konzertes in der katholischen Kirche 2000. Der Verein steht auch im Jubiläumsjahr 2002 unter Leitung von Frank Ewald. Neu ist sicherlich, dass sich die Mitglieder mittlerweile auch über die internet-homepage der Eintracht über das aktuelle Geschehen informieren können. Neben den musikalischen highlights der 90iger Jahre soll das 1. Scheuerfest bei Liesel Krausse in der Hauptstrasse im Jahre 1999 und der 42. Eintrag von Walter Gölz auf die Ehrentafel für regelmäßigen Singstundenbesuch besonders erwähnt werden. Im gleichen Jahr gab es allerdings auch einen traurigen Anlass, als im November der Ehrenvorsitzende Kurt Brehm unter großer Anteilnahme des Vereins und der Bevölkerung zu Grabe getragen wurde.
Juni 2002: 150 Jahre MGV Eintracht
Wenn nunmehr im Juni 2002 der Verein auf 150 bewegte Vereinsjahre zurückblicken kann und dies mit einem grossen Sängerfest und einem Volksfest im Schlosspark feiert, so zeigt ein solcher Rückblick, wie schwierig doch manche Epoche war und wie viele Menschen sich immer wieder eingesetzt haben, um ein so langjähriges Bestehen eines Vereins zu sichern. Ihnen allen sei an dieser Stelle gedankt. Dank gilt auch denjenigen, die in früherer Zeit die Chronik der Eintracht verfassten. Es waren dies Altbürgermeister Adam Jakob VI, Heinrich Wilhelm und Hans Jakob.
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